Kinder-Zehnkampf
Zehn Disziplinen, an einem Tag, in kindgerechter Form. Der Kinder-Zehnkampf lässt Kinder die ganze Leichtathletik ausprobieren, statt sie früh auf eine Sache festzulegen – erfunden 2000 in Gmunden, heute in ganz Österreich.
Was ist der Kinder-Zehnkampf?
Ein Zehnkampf für Erwachsene besteht aus zehn Disziplinen der Leichtathletik. Genau das gibt es hier auch – nur sind alle zehn so umgebaut, dass Kinder sie vom ersten Versuch an können: weiche Hürden, eine ummantelte Hochsprunglatte, eine Absprungzone statt eines schmalen Balkens, leichte Wurfgeräte.
Dadurch gibt es keine ungültigen Versuche aus Gründen, die ein Kind noch gar nicht beeinflussen kann. Jedes Kind absolviert alle zehn Disziplinen und bekommt am Ende eine Gesamtwertung – nicht nur die Schnellsten, sondern alle.
Betreut wird jede Station von erfahrenen Leichtathletinnen und Leichtathleten, oft von ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die selbst hier angefangen haben.
Die zehn Disziplinen
Vier Läufe, drei Sprünge, drei Würfe – jede Station ist eine kindgerechte Fassung einer klassischen Leichtathletik-Disziplin.
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10 m fliegend
Ein ganz kurzer Sprint mit Anlauf. Gemessen wird nur die Strecke bei voller Geschwindigkeit, ohne Startkommando und Blockstart.
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50 m Kinderhürden
Sprint über mehrere niedrige, weiche Hürden. Sie geben nach, wenn ein Kind sie streift – damit nimmt man den Kindern die Angst vor dem Anlaufen.
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150 m Shuttle-Lauf
Ein Pendellauf mit Wendepunkten statt einer Runde auf der Bahn. Fordert Tempo, Bremsen und Wiederanlaufen.
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400 m oder 800 m Lauf
Die Ausdauerdisziplin, je nach Altersklasse über die kürzere oder längere Strecke.
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Weitsprung ohne Balken
Abgesprungen wird aus einer Zone statt von einem schmalen Balken. Gemessen wird ab der Stelle des Absprungs, deshalb geht kein Versuch wegen eines Übertritts verloren.
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Hochsprung mit ummantelter Latte
Die Latte ist weich ummantelt. Wer sie berührt, tut sich nicht weh – und traut sich beim nächsten Versuch mehr.
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Stabweit- und Stabhochsprung
Mit dem Stab über eine Zone beziehungsweise über eine Latte. Für viele Kinder die erste Begegnung mit einem Gerät, das sie sonst nur aus dem Fernsehen kennen.
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Ballstoß
Gestoßen statt geworfen, mit einem leichten Ball. Die Vorübung zum Kugelstoßen – ohne das Gewicht einer Kugel.
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Gummiring-Weitwurf
Ein Gummiring wird so weit wie möglich geworfen. Er liegt gut in der Hand und ist auch für die Kleinsten greifbar.
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Vortex-Wurf
Geworfen wird mit der Wurfrakete, einem Schaumstoffgerät mit Schweif. Die kindgerechte Vorform des Speerwurfs.
Eindrücke
Bilder von Kinder-Zehnkämpfen der vergangenen Jahre.





Wie alles angefangen hat
Der erste Bewerb in Gmunden
Dr. Roland Werthner, Obmann der Zehnkampf-Union und selbst Trainingswissenschafter, entwickelt das Konzept und führt den ersten Kinder-Zehnkampf durch.
BSO-Sport-Kristall
Der Kinder-Zehnkampf wird von der Bundes-Sportorganisation als innovativstes Sportprojekt Österreichs ausgezeichnet.
Über 100 Bewerbe an 10 Standorten
Das Konzept wird in ganz Österreich ausgetragen. Viele der heutigen Spitzenathletinnen und -athleten – darunter Sarah Lagger, Susanne Gogl-Walli und Verena Preiner – sind über den Kinder-Zehnkampf zur Leichtathletik gekommen.
Mitmachen
Der Kinder-Zehnkampf ist ein eigener Wettkampftag, kein wöchentliches Training. Wer regelmäßig trainieren möchte, findet die passende Gruppe auf unserer Trainingsseite.
Termine, Ausschreibungen und die Anmeldung zu den einzelnen Bewerben laufen über die eigene Seite des Kinder-Zehnkampfs. Veranstaltet wird er von der TGW Zehnkampf-Union, in Gmunden gemeinsam mit der Sportunion Gmunden Leichtathletik.
Auf einen Blick
- Alter
- 3 bis 15 Jahre, sechs Altersklassen
- Dauer
- etwa 5 bis 6 Stunden
- Disziplinen
- alle zehn, von jedem Kind
- Vorkenntnisse
- keine nötig
- Veranstalter
- TGW Zehnkampf-Union
Fragen zum Kinder-Zehnkampf?
Ob dein Kind alt genug ist, was es mitbringen soll, wie ein Wettkampftag abläuft – schreib uns einfach.